rainer gulbins

geisterstunde, lichtbilder, geometrie

Verrückter Berg

Wolkenband

Unendlichkeit


Kleiner Eisberg

Geisterstunde

Auflösung


Sonnenaufgang im Hoggar-Gebirge


Feldarbeiter

Traktor

Ländliche Geometrie



Südsee (Feierlöschteich in Bayern)

 


Den Großteil meines prägenden Lebens verbrachte ich auf der Schwäbischen, der rauhen Alb. Wie sehr dies meine photographisches Interessen beeinflußte, sollte ich aber erst später erkennen. Meine ersten photographischen Schritte tat ich im Internat und lernte dort die Grundkenntnisse des Photographierens und der Dunkelkammerarbeit mit Schwarzweißmaterial samt Filmentwichlung und Vergrößerung. Dort erhielt ich auch den ersten gehörigen Dämpfer, als ich mit der Dunkelkammer einen Flügel des Schulgebäudes unter Wasser setzte. Dann war lange Zeit Ruhe. Später befaßte ich mich beruflich mit der dokumentarischen Photographie, die keinen Spielraum für Kreativität zuließ. Erst bei einem langjährigen Aufenthalt in Algerien entdeckte ich die schöne Seite dieses Hobbys wieder und erkannte gleichzeitig meine Vorliebe für karge Landschaften, in diesem Fall für das Hochland und die Wüste. Später kamen durch einen langjährigen Aufenthalt in Kanada und Reisen in die kanadische Tundra und die Polarregionen Erfahrungen und Bilder mit diesen Landschaften hinzu, und ich merkte, wie mich mein Leben auf den rauhen und kargen Höhen der Schwäbischen Alb geprägt hatte.

 

 

 

Meine kreativer Umgang mit Bildern entwickelte sich aber erst mit dem Aufkommen der digitalen Photographie. In den letzten Jahren erweiterte sich mein Horizont durch den Einsatz einer Drohne und damit die Möglichkeit zum radikalen Perspektivwechsel. Der Blick von oben nach unten, sehr oft senkrecht, und Abstraktion durch Weglassen gewohnter Elemente, die eine leichte Einordnung des Gezeigten ermöglichen, reizt mich immer wieder. Das kann schon der Horizont sein, der fehlt. Auch ist mein Blick gen Himmel zu den Wolken schärfer geworden. Störende Elemente wie Häuser oder Bäume können aus Drohnensicht besser „entfernt“ werden. Derzeit arbeite ich immer wieder an Wolkenpanoramen.

 

 

 

Einen eigenen, erkennbaren Stil habe ich nie entwickelt, vielleicht weil ich beruflich nie zur Ruhe kam. Ich beschäftige mich lieber mit Kleinserien, die den Betrachter und mich selbst nicht ermüden. Einige Bilder, vor allem aus dem hohen Norden, zeigen bestimmt auch die dunkle Seite meiner Seele.

 


Kommentare: 8
  • #8

    anatolisches Glühwürmchen (Samstag, 24 Oktober 2020 00:16)

    Guten Abend Rainer,
    nun habe ich deine Bilder drei Tage hintereinander betrachtet. Es ist gut, sich beim Betrachten Zeit zu nehmen.

    Deine Wolken-Wasser-Bilder wirken auf mich wie transzendente Spiegel des Seins.
    Ein Zen-Gedicht kommt mir dazu in den Sinn:

    Heller Tag unter dem blauen Himmel!
    In einem Traum spricht er von einem Traum.
    Nichts als Schwindel!
    Er hinterging alle Zuhörer.

    Die "Luftaufnahmen" gehen auf Distanz, wählen eine "abgehobene" Perspektive und nehmen doch die Welt direkt und geradlinig in den Blick.
    Strukturen werden so sichtbar, die unten so nicht wahrzunehmen wären. Abstand lässt uns meist klarer sehen.

    Allesamt sind Deine Bilder ein ästhetischer Genuss und Horizont erweiternd.

    Es freut mich, dass Du hier in der Bucht angekommen bist. Hier ist ein ruhiger Ort, an dem Deine Bilder Ihre Wirkung entfalten können.

    Herzliche Grüße, Ana





  • #7

    Claudia (Dienstag, 20 Oktober 2020 13:00)

    Sehr schön die Bilder wunderbar Herzliche Grüsse Claudia

  • #6

    Rainer Gulbins (Montag, 19 Oktober 2020 21:04)

    Danke Ines, auch für die Interpetretation von dem "verückten Berg".
    Es muß ein tremblement de terre oder de mer oder beides zusammen gewesen sein.
    In meiner Gegenwart spielen sich öfter verrückte Dinge ab, und ich weiß nicht, ob es da einen Kausalzusammenhang gibt. Vielleicht hat mich das Schicksal auserkoren, bei solchen Begebenheiten zugegen zu sein. Ich grüble nun ...

  • #5

    ines27 (Montag, 19 Oktober 2020 07:58)

    Hallo Rainer, nach der Ankündigung war ich schon sehr gespannt auf Deine Bilder. Und sie sind wirklich schön. Besonders berührt hat mich aber Dein "Verrückter Berg". Den gut erkennbaren Sprung, den der Berg macht und die seismische Welle vermitteln den Eindruck: Hier ist etwas passiert und der Fotograf war mit seiner Kamera dabei. Außerdem finde ich die Farben sehr chic.
    ;-) LG Ines

  • #4

    Rainer Gulbins (Samstag, 17 Oktober 2020 21:34)

    Vielen Dank für die freundliche Aufnahme in der bay und die gute Präsentation!

    Gruß,
    Rainer

  • #3

    Maringe (Samstag, 17 Oktober 2020 12:34)

    Klare, wahre Fotos wunderbar ... groß und einfach:
    sie eröffnen mir ruhende Augenblicke in die Weite.
    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Karin

  • #2

    Klaus Rex (Samstag, 17 Oktober 2020 10:02)

    Willkommen in Werners Bucht , deine Bilder sind hier gut aufgehoben da Sie doch einen eigenen Stil präsentieren . Deine Werke sind voll kontrastreicher Farben und Einsamkeit und vermitteln ART die mir persönlich sehr zusagt .
    Gruß Klaus

  • #1

    DereL (Samstag, 17 Oktober 2020 09:01)

    Willkommen in der Bucht.
    Besonders die Drohnenbilder zeigen für mich Dein gelungens Bestreben zur ästhetischen Ordnung. Ich käme als Betrachter auch ganz gut ohne Titel aus, da die Fotos formal zu mir schon allein für sich sprechen und so keiner inhaltlichen Deutung bedürfen.
    "Südsee (Feuerlöschteich in Bayern" lässt mich z. B. über Dinge nachdenken, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie dem Foto gerecht werden.
    Dunkelheit des Nordens, dunkle Seite des Deiner Seele: Wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht. Im Sommer geht dort die Sonne nicht unter den Horizont. ;-)
    Schön, Dich in der Bucht getroffen zu haben.
    Viele Grüße
    DereL