DereL / w.marin

gegen/über/malungen

                                                 Aus.Sicht

prometheus I                           

(promethée enchainé)                          

                                         Gegen.Über

prometheus II                           

(promethée enchainé)                           

                                           Not.Aus.Gang

prometheus IV                           

(promethée enchainé)                           


 Digitale Einzeichnungen

 

Mit dem Aufkommen der digitalen Fotografie hatte ich eigentlich die rechte Lust am Fotografieren verloren, da mir das Handwerkliche, Materielle fehlte. Mit der fast grenzenlosen immateriellen Speicherbarkeit von Fotos ließ bei mir die Sorgfalt nach. Mit Photoshop und seinen unendlichen Möglichkeiten der Bildoptimierung konnte ich mich auch nicht so richtig anfreunden. Irgendwie empfinde ich subjektiv eine Unwirklichkeit der von mir gemachten digitalen Fotos, die bei mir auch eine innere Distanz schafft.

 

David Hockney´s Fotokollagen gaben mir zunächst eine erweiterte Sicht auf den Umgang mit Fotografie. Seine iPhone- und iPad-Zeichnungen gaben mir dann eine Idee davon, was für mich digital noch möglich sein könnte. Mal mit dem Neuen experimentieren, nicht wie bei der analogen Fotografie noch weiter optimieren, sondern machen, was so für mich bisher nicht möglich war. Aber, keep it simple. Das digitale Einzeichnen in Fotos ist da ein Weg, der der Idee des Übermalens von Fotos folgt.

 

Der etwas zittrige Strich, auch wenn er digital erstellt wurde, gibt dem Digitalen wieder etwas Individuelles, Persönliches, Identität. Zugleich stelle ich mir die Frage nach der Wirklichkeit. Ist das digitale fotografische Bild des Apparates wirklichkeitsgetreu, objektiv und damit wahr oder komme ich der Wahrheit und Wirklichkeit durch meine zeichnerischen Eingriffe, bestimmt u. a. durch meine subjektiven Empfindungen, meinem (Teil-)Wissen, meinen technischen (Un-)Fertigkeiten, näher? 

 

Die gezeigten drei Fotos entstanden auf einer Station für Krebspatienten mit Isolierzimmern. Ein äußerlich kühler, stiller, sachlicher, funktioneller Ort, für den, der sich dort aufhält, emotional aufgeladen mit Zuwendung, Hoffen und Bangen.

 

Bei einem der Aufenthalte saß ich längere Zeit allein im Aufenthaltsraum für Besucher und Patienten, die nicht isoliert sind. Ich habe nur drei Fotos mit meinem Handy gemacht, ohne was am Ort verändert zu haben. Zuhause habe ich am Bildschirm mehr intuitiv mit Einzeichnungen begonnen. Kühles Blau, tristes Grau, helles Weiß, frisches Grün. Die Einzeichnungen schaffen Gebilde im Raum, umgrenzen Formen und Flächen, durchstreichen Flächen.

 

Die Titel habe ich semantisch aufgelöst. Die Bedeutungen der einzelnen Wortteile sollen sich assoziativ verselbständigen.

 

Als Beispiele (frei nach google):

 

Aussicht

 

Blick ins Freie, in die Ferne; bestimmte Erwartung, Hoffnung, Chance; sich für die Zukunft zeigende positive Möglichkeit.

  

Aus

 Vorbei, Schluss, zu Ende; erloschen, nicht mehr brennend, ausgeschaltet.

 Sicht

Betrachtungsweise, Sehweise, Anschauungsweise; Möglichkeit, [in die Ferne] zu sehen.

 

Gegenüber

 Auf der entgegengesetzten Seite; gegen; im Vergleich zu.

 

Gegen

 In entgegengesetzter Richtung; bestimmtes [gegeneinandergerichtetes] Agieren von Personen, Gruppen miteinander; Angabe eines ungefähren Zeitpunktes, der unter- oder überschritten werden kann.

 

Über

 Die Lage in der Höhe und in bestimmtem Abstand von der oberen Seite von jemandem; eine Lage auf der andern Seite von etwas; Ablauf einer Frist; ein Abhängigkeitsverhältnis.

 

Notausgang

 Zusätzlicher Rettungsausgang, der bei Gefahr, Feuer o. Ä. benutzt werden kann.

 

Not

 Besonders schlimme Lage, in der jemand dringend Hilfe braucht; durch ein Gefühl von Ausweglosigkeit, durch Verzweiflung, Angst gekennzeichneter seelischer Zustand, unter dem der davon Betroffene sehr leidet; äußerer Zwang, Notwendigkeit, Unvermeidlichkeit.

 

Aus

 Vorbei, Schluss, zu Ende; erloschen, nicht mehr brennend, ausgeschaltet.

 

Gang

 Hausflur; Ablauf, Verlauf, den etwas nimmt; das Gehen einer Strecke [mit einem bestimmten Ziel].

 

(DereL, 22.05.2020)

 

über-malen

 

Ob man ray seine oder andere fotos übermalen hat, weiß ich nicht.

Ich weiß auch nicht, seit wann genau sich künstler ernsthaft damit beschäftigen, fotos zu übermalen.

Vielleicht hat das alles in den 1950-er jahren angefangen, als man einmal mehr die kunst von ihrem hohen sockel holen wollte.

 

Was sollte einen künstler, zumal maler, dazu veranlassen, fotos zu übermalen?
dass maler auch fotografieren, kommt öfter vor. Oder dass fotografen nicht nur mit der kamera malen. In beiden fällen wird es neugier sein, lust sich in einem anderen genre mit anderen regeln auszuprobieren. Aber fotos zu übermalen ist dann wieder eine andere geschichte.

 

Ich finde es zunächst einmal spannend, strukturen eines fotos: steine, natur/ formenelemente und anderes zu verdecken. Auszulöschen, auszuradieren, zu überdecken und gleichzeitig andere und neue strukturen und elemente zu schaffen. Meistens ist das schon im ausgangsfoto angelegt. ich sehe bestimmte formen oder strukturen oder gestalten- andere nicht. ich übermale die einen, verstärke die andern. Ein ständiger prozess der zerstörung und gleichzeitig der kreation und  re-kreation.

 

Und weiter ist da die besondere materialität der analogen übermalung, in meinem fall edding und lackfarben: die glatte und glänzende oberfläche des fotos und die grobe, reliefartige struktur der lackfarben ergeben immer einen besonderen reiz. Oder ölkreide und acryl auf fotokopien.

 

Und schließlich sind übermalungen für mich eine umgekehrte spurensuche, wie ich sie auch rein fotografisch in den graffity- oder stadtgeschichten-arbeiten oder zuletzt in den pseudo-lascaux-bildern betreibe.

 

Ein prozess der form-und sinnfindung durch immer neue schichten der übermalung, überlagerung, des verdeckens und hervorhebens, der reduktion und abstraktion. Ein prozess der weitgehend freien und kontrollierten entfaltung und gestaltung. Der schrittweisen verdichtung.

 

Meine  übermalungen sind ursprünglich durch zufall und mehr oder weniger als abfallprodukt entstanden: mehrere filme mit fotos von bärlauchmeeren im frühjahrslicht brachten ein paar nette bildchen, waren als fotos aber nicht brauchbar.

 

ich kritzelte auf den verunglückten fotos mit schwarzem edding herum, nahm strukturen auf, verstärkte eine linie, strich andere formen weg. nach einiger zeit entwickelte sich ein zwiegespräch zwischen bärlauchbildern und dem edding, schälten sich formen und figuren heraus, nahm eine eigene bildersprache gestalt an.

Später habe ich mit fotos von rostcontainern, steinen oder eben rebstöcken gearbeitet. die prometheus-fotos entstanden 2008 in niederösterreich. Die übermalungen 2 – 3 jahre später.

 

danke DereL für die zusammenarbeit & deine freundschaft

 

w.marin 23.05.2020

 

 



Kommentare: 10
  • #10

    Maringe (Mittwoch, 03 Juni 2020 19:28)

    Die Fotografie ist immer schon mit der Malerei verbunden.... im Mensch, mit seinem drängen nach Ausdruck und kreativer Verarbeitung.
    Euer Thema ist hart für mich und ich schaue lieber weiter.... diese Möglichkeit ist Freude und Lernen zugleich.
    Bleibe am Feuer sitzen und höre euch aufmerksam zu, träume ab und an davon, liebe eure Verbundenheit.... und lass eine Decke da für die Nacht.
    Herzliche Grüße

  • #9

    Klaus Rex (Montag, 01 Juni 2020 09:42)

    Ein digitaler Monolog mit Aussage dessen Themen doch klar strukturiert daherkommen.

  • #8

    dotroom (Sonntag, 31 Mai 2020 23:31)

    Lieber DereL, lieber Werner,
    die Idee Fotos zu übermalen ist nicht unbedingt neu. Eine befreundete Künstlerin hat das schon vor Jahren getan. Hier ein Link dorthin http://karen-koltermann.de/arbeiten/arbeiten-auf-papier/zu-vermieten/
    Dennoch ist es eine Methode sich mit dem Vorhandenen, also dem Bild, neu und vertiefend auseinanderzusetzen. Die emotionale Tiefe steht besonders bei Werners Arbeiten im Mittelpunkt. Sie geht zum Teil soweit, dass das Ursprungsbild nicht mehr sichtbar ist und ein Gemälde daraus entstanden ist.
    DereL nutzt die Übermalung als Mittel der Hervorhebung und Ergänzung. Es wird verstärkt und sichtbar gemacht, was vorher schon da war, aber nicht so ersichtlich.
    Zwei unterschiedliche Herangehensweisen im Gegenüber und jetzt auch im Miteinander.
    Lieber Werner, besonders gut finde ich den prometheus II . Hier ist noch ein Rest vom Foto geblieben, der die Figur einbindet, umschnürt und fixiert. Großes Leid!
    Bei DereL ist der Not.Aus.Gang das Bild, das mir am besten gefällt, weil hier etwas sichtbar wird, was das kleine Piktogramm schon ankündigt, aber eben nicht so wirkunstvoll.
    Ich hoffe, das kommt jetzt nicht zu platt rüber.
    Liebe Grüße an euch beide, Marco

  • #7

    terézia3 (Dienstag, 26 Mai 2020 22:49)

    Durch Marin in die Bucht gelockt stehe ich noch ein wenig unsicher am Rande und schaue staunend auf die Ein- und Übermalungen. 'Man sieht nur, was man weiss!' Trifft für mich in diesem Fall zu. Ich bin jedenfalls dankbar für die ausführlichen Texte zu den Bildern, mit denen ich mich gut einfühlen kann. Die Beziehung beider Serien zueinander drängt sich auf bei gleichzeitiger so hart unterschiedlicher Bildsprache. Das Stilmittel der Bemalung von Fotos finde ich zudem äußerst anregend und erweitert meine Sichtweise auf Fotokunst. Schon dafür hat sich der Weg in die Bucht gelohnt.
    Danke! Terézia

  • #6

    Claudine (Dienstag, 26 Mai 2020 21:44)

    Eine interessante Idee und sehr kreativ. Sich durch eine andere Arbeit so inspirieren zu können ist wirklich toll. Finde die Bilder zum Teil sehr witzig in Andeutung der Skizzierung der Stühle zum Beispiel oder der versperrte Durchgang. Eigentlich heisst es für mich die Gedanken sind frei was du daraus machst ist deine Sache.
    Die übermalten Holzskulpturen hingegen sind für mich sehr leidend. Wahrscheinlich sehr treffend für einen kranken Menschen. Der Mensch ist wirklich gefangen in seinem Leid.
    So ist es wohl im Leben ein Auf und Ab. Herzliche Grüsse

  • #5

    w.marin (Dienstag, 26 Mai 2020 18:44)

    danke ana, anke und lucius für die tollen kommentare. in dem fall trifft´s nun wirklich zu: qualität vor quantität. aber eure kommentare sind für mich nun wirklich sehr wertvoll: weil es genau der ideale fall ist für die freinds´ bay und wenn jemand sich auf bilder/seh-weisen einlässt. was dann im dialog herauskommen kann: also dialog der bilder (DereL und ich und unsere texte) und dialog dann mit anderen. also nicht nur beifall und bestätigung: das ist ja auch nicht unwichtig. aber viel mehr: erkenntnisse, inspiration, impulse durch andere sicht-weisen. und das geht ja dann weit über die freude an schönen bildern hinaus! in unserem fall habe ich erst im gegenüber mit DereLs bilder gemerkt, was mein prometheus eigentlich bedeutet: dass es ja die christusfigur ist, der für seine wohltaten (unser freund unter den göttern), dafür, dass er uns erst zu menschen gemacht hat, also menschen im aufgeklärten sinn, dass er genau dafür so teuflisch bestraft wird und jeden tag höllenqualen erleiden muss. in DereLs bildern und bei mir sehe ich das gleiche unerträgliche leiden; die enorme intensität der bilder kommt vom sujet her. ich würde auch nicht sagen, dass DereLs bilder abstrakter wären. sie sind stark reduziert; das hat mich sofort an ihnen fasziniert: diesen ungeheuren schmerz, den sie vermitteln. der ist in meinen ünbermalungen in der "expressiven geste" (der ausdruck stammt von DereL in einem andern zusammenhang. insofern hat sich im nachhinein EIN thema herausgestellt (das war weder abgesprochen noch beabsichtigt).
    ich finde dieses gegenüber auch im nachhinein ganz toll und schön weil es ermöglicht, um nochmal DereL zu zitieren "in der Gegenüberstellung genauer über den eigenen Tellerrand zu schauen, Neues zu entdecken, aber mich auch wieder konkreter mit meinen eigenen Fotos auseinanderzusetzen".
    man könnte das doch fortsetzen: für vorschläge, impulse, ideen bin ich sehr dankbar.
    danke und herzliche grüße ana, anke und lucius + DereL
    werner

  • #4

    Lucius Sombre (Montag, 25 Mai 2020 17:17)

    Lieber Werner, lieber DereL,
    euer Projekt gefällt mir sehr gut. Allein schon die Texte mit ihrem theoretisch-konzeptionellen Anspruch sind eine Wohltat, der Reflexion wird im Allgemeinen ja sehr misstraut - als wäre Kunst nicht gerade der Ort, an dem Denken und Empfindung/Sinnlichkeit zusammentreffen.
    Dass mich einmal digitale Übermalungen faszinieren würden, hätte ich nicht gedacht. Die Trennwand/der Rahmen/die Öffnung, der zweite Stuhl, die zugemauerte Tür - sie verwandeln absolut sterile und neutrale Räume in existenzielle Räume, auch wenn niemand zu sehen ist. Zum Glück wird die Semantik nicht zur Symbolik, die Einzeichnungen legen keine Bedeutung fest, sondern öffnen eher zur Erfahrung: auch dies ist ein bewohnbarer Raum (oder er könnte es sein).
    Der Dialog mit Werners Bildern kommt zustande, weil nicht nur der gemeinsame Nenner "Übermalungen" da ist, sondern ein echter Bezug entsteht. Werners Übermalungen stellen für mich die Innenseite zur Außenseite der digitalen Übermalungen dar. Hier wird alles zur Intensität, die Empfindung arbeitet sich durch die Materialität hindurch, bis diese nicht mehr nur ein "Bild von..." ist, sondern das "Bild selbst" wird.
    Zwei Möglichkeiten werden sichtbar, um neutrale Räume zu verandeln: in einen digitalen Möglichkeitsraum oder in die Lebendigkeit des Materiellen.
    Ansonsten gefallen mir wieder einmal die Worte des Anatolischen Glühwürmchens ausgesprochen gut.
    Herzliche Grüße, Lucius

  • #3

    Anke_AJH Sonntag, 24. Mai 2020 21:30 Uhr (Sonntag, 24 Mai 2020 21:33)

    Lieber Werner, lieber DereL,

    Obwohl sehr individuelle Ansätze, strahlen die Bilder von euch beiden eine enorme emotionale Intensität aus, eine intensive Auseinandersetzung mit Schmerz, Leid, Verzweiflung, Machtlosigkeit, Krankheit und Tod, und noch vieles mehr. Gut, ein Ventil zu haben um solche Gefühle und Erlebnisse herauszulassen.

    "The Great Gig In The Sky" von Pink Floyd (Dark Side of the Moon)
    https://www.youtube.com/watch?v=UqCEPytSFqU&list=RDUqCEPytSFqU&index=1

    Viele Grüße an euch beide, Anke

  • #2

    anatolisches Glühwürmchen (Sonntag, 24 Mai 2020 16:43)

    Lieber DereL, lieber Werner,

    bei Eurem DIALOG handelt es nicht um den Austausch des LOGOS, des Wortes also ... vielleicht eher um das gemeinsame Ringen, eine ER-FAHRUNG bildlich zur Sprache zu bringen.
    Begriffe nageln Erfahrungen fest, machen einen Austausch ÜBER eine Erfahrung möglich und spalten gleichzeitig von der Erfahrung ab. In euren übermalten Bildern aber trifft einen die menschliche ERFAHRUNG unmittelbar und mit Wucht (wenn man sich auf sie einlässt!)
    Die Worte zu deinen Bildern, lieber DereL erhalten Ihren Bedeutungsgehalt durch die Bilder!

    Die Ab-Lichtung des Gesehenen geschieht in der Fotografie durch eine Maschine, die Kamera. Aber natürlich flicht sich der Mensch bereits im Fotografieren in das Bild ein ... (individuelle Motivwahl, Perspektive, gewählte Kameraeinstellungen ...) Doch in euren Arbeiten, wird das selbst gewählte Abgelichtete mittels der Übermalung einer weiteren Überarbeitung unterzogen und damit ein zusätzlicher Bedeutungsgehalt eingefügt. Das Ergebnis ist eine Verdichtung und Weiterführung zugleich.

    Eure BILD-SPRACHE ist grundverschieden, Außen- und Innhaut einer Erfahrung, so scheint mir.

    Wenn ich deine Bilder sehe, lieber DereL, summieren sich all meine Erfahrungen mit Krankenhäusern: der Geruch, die Sterilität, das kalte Licht, die Funktionsmöblierung, das Gefühl des Ausgeliefert-Seins, der Angst, der Einsamkeit, das Schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung, das Wissen um die Verletzlichkeit und Endlichkeit des Seins.
    Deine Übermalungen treffen mich wie Gedankensplitter: der Blick über die Stühle hinweg zum Mülleimer; die "ausradierten" Stühle; die Tür, die schon längst nicht mehr offen ist. Splitter die schmerzen, ... die von der sonst so gut funktionierenden Verdrängung nicht aufgehalten werden können. Die Bilder gehen unter die Haut.

    Und unter der Haut leben Werners Bilder, wild tobt der Schmerz, chaotisch preschen Gedanken und Gefühle durch Hirn, Eingeweide und Knochen. Der Körper und seine Kehrseite, die Seele, winden sich, flehen, kämpfen und ergeben sich.

    Wir werden eingetaucht
    und mit den Wassern der Sintflut gewaschen
    Wir werden durchnässt
    bis auf die Herzhaut
    ...
    schreibt HILDE DOMIN

    Vielen Dank, Euch beiden! (Und verzeiht meine vielen Worte!)
    Ana

  • #1

    DereL (Samstag, 23 Mai 2020 10:55)

    Herzlichen Dank Dir, Werner, für die Einladung, hier in der Bucht einen intensiveren, freundschaftlichen Dialog über Fotokonzepte zu führen. Dieser Dialog erlaubt es mir, in der Gegenüberstellung genauer über den eigenen Tellerrand zu schauen, Neues zu entdecken, aber mich auch wieder konkreter mit meinen eigenen Fotos auseinanderzusetzen. Würde mich freuen, wenn es nicht bei diesem Dialog bleibt und sich noch andere an dem Gespräch in der Bucht beteiligen.
    DereL


terézia (sauerland)

unmögliche bilder



Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.

Sie sprechen alles so deutlich aus.

Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,

und hier ist der Beginn und das Ende ist dort.

 

  

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,

sie wissen alles, was wird und war;

kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;

ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

 

  

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.

Die Dinge singen hör ich so gern.

Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.

Ihr bringt mir alle die Dinge um.

 

 

Rainer Maria Rilke

 


Kommentare: 10
  • #10

    ch.monte (Samstag, 06 Juni 2020 05:04)

    Liebe Terézia, jaja, Du hast vollkommen recht. So war es auch nicht gemeint. Natürlich ist auch ein Foto an sich ein Kunstwerk oder kann es sein. Es sollte nur, und ich vermute das meint auch AnA, betonen, was durch Deine Arbeit entsteht: Wie Du das Bild von einem Ast oder Blatt in ein eigenes Bild zeichnest oder verwandelst. Und damit eben etwas Neues, also dein Kunstwerk/bild schaffst.
    Es sind hier schon so viele schöne Kunstwerke! Und mit Deinen ist es noch schöner hier in dieser Bucht!
    Von da aus liebe Grüße nach Köln Christina

  • #9

    terézia3 (Freitag, 05 Juni 2020)

    Liebe Christina,
    ganz herzlichen Dank für den Hinweis auf das Rilke Gedicht. Es ist nicht leicht zu verstehen, und ich werde noch viel darüber nachdenken!
    Wasmich befremdet: Auch das liebe Glühwürmchen hat den Gedanken formuliert 'mehr als Foto - Kunstwerk'. Ein Bild an sich, ob fotografiert, gemalt, gebacken oder in Sand gezeichnet kann doch ein Kunstwerk sein, oder? Wohl alles eine Frage der Definition, aber ich freue mich ganz doll, dass du meine unmöglichen Bilder genau so gesehen hast, wie sie gemeint sind.
    Viele liebe Grüße aus Köln, Terézia

  • #8

    ch.monte (Donnerstag, 04 Juni 2020 12:18)

    Liebe Terézia, Deine Bilder finde ich ungewöhnlich und außergewöhnlich schön. Einige haben es bereits gesagt: Es sind eigentlich keine Photos mehr, sondern eigenständige Kunstwerke. Was ich bemerkenswert finde: In Deinen Bildern haben die Dinge ein eigenes Leben (zurück-)gewonnen, sind von ihrem ursprünglichen Abbild gelöst. Sind wieder frei. Und mit dem Gedicht von R.M.Rilke, das Du angefügt hast, gewinnen diese Bilder noch einmal eine andere Dimension.
    Weil wir bei Rilke sind, möchte ich Dir noch ein paar andere Zeilen von ihm schicken:

    Mit allen Augen sieht die Kreatur
    das Offene. Nur unsre Augen sind
    wie umgekehrt und ganz um sie gestellt
    als Fallen, rings um ihren freien Ausgang.
    Was draußen ist, wir wissens aus des Tiers
    Antlitz allein; denn schon das frühe Kind
    wenden wir um und zwingens, daß es rückwärts
    Gestaltung sehe, nicht das Offne, das
    im Tiergesicht so tief ist. Frei von Tod,
    Ihn sehen wir allein; das freie Tier
    hat seinen Untergang stets hinter sich
    und vor sich Gott, und wenn es geht, so geht's
    in Ewigkeit, so wie die Brunnen gehen.
    Wir haben nie, nicht einen einzigen Tag,
    den reinen Raum vor uns, in den die Blumen
    unendlich aufgehn. Immer ist es Welt
    und niemals Nirgends ohne Nicht: das Reine,
    Unüberwachte, das man atmet und
    unendlich weiß und nicht begehrt. Als Kind
    verliert sich eins im Stilln an dies und wird
    gerüttelt. Oder jener stirbt und ists.
    Denn nah am Tod sieht man den Tod nicht mehr
    und starrt hinaus, vielleicht mit großem Tierblick.
    Liebende, wäre nicht der andere, der
    die Sicht verstellt, sind nah daran und staunen…
    Wie aus Versehn ist ihnen aufgetan
    hinter dem andern… Aber über ihn
    kommt keiner fort, und wieder wird ihm Welt.
    Der Schöpfung immer zugewendet, sehn
    wir nur auf ihr die Spiegelung des Frein,
    von uns verdunkelt. Oder daß ein Tier,
    ein stummes, aufschaut, ruhig durch uns durch.
    Dieses heißt Schicksal: gegenüber sein
    und nichts als das und immer gegenüber.
    [...]
    8.Duineser Elegie

    "den reinen Raum vor uns, in den die Blumen
    unendlich aufgehn"-- den sehe ich in Deinen Bildern!

    Herzliche Grüße Christina

  • #7

    anatolisches glühwürmchen (Dienstag, 02 Juni 2020 23:44)

    Liebe Terézia,
    eigentlich sind deine Bilder keine Fotos mehr, sondern Kunstwerke! Jedes einzelne von ihnen berührt durch die schlichte Schönheit. Mit Worten sind sie meinem Empfinden nach nicht zu erfassen, es braucht eine kontemplative Haltung - ein hingebendes Schauen.
    "... die Dinge singen hören" ja, das ist eine wunderbare poetische Umschreibung von Rilke.
    Vielen Dank, Ana

  • #6

    terézia3 (Montag, 01 Juni 2020 11:23)

    Lieber Marco,
    du hast dir offensichtlich heute Nacht alle meine Bilder in der fc angeschaut. Danke für dein Interesse, und dass du gerade das blaue Bild oben so besonders findest. Geht mir auch so. Ich denke, ich habe es endlich gelernt zu reduzieren: zum Punkt kommen!
    Ich freue mich sehr über die Bestätigung, die ich von außen bekomme, und bin noch lange nicht fertig.
    Schöne Grüße, Terézia

  • #5

    terézia3 (Montag, 01 Juni 2020 11:07)

    Lieber DereL,
    danke für deine Aufmerksamkeit meinen Fotos gegenüber und den Literaturhinweis auf Dagmar Lorenz. Ich habe den Text mit großem Interesse gelesen. Verblüffend wie viele Worte man machen kann über Bilder, die nur sich selbst bedeuten. Es gibt so wunderbare Aussagen von großen Künstlern - bloß gut, dass ich beim Fotografieren darüber nicht nachdenke. Ich fotografiere ganz intuitiv und finde im Nachherein manchmal eine Erklärung dafür. Danke Rilke!
    Herzliche Grüße, Terézia

  • #4

    Klaus Rex (Montag, 01 Juni 2020 09:32)

    Hier hat der Minimalismus Einzug gehalten und da spiegelt sich hier in hervorragenden Werken wieder und mit Rilke kann es nur weitergehen .
    Danke nochmal an Werner für seinen freudschaftlichen Hinweis :-)

  • #3

    dotroom (Montag, 01 Juni 2020 00:00)

    Liebe Terézia,
    ich habe dich in der fc erst gefunden, als ich die 3 hinter deinen Namen gesetzt habe.
    Deine Bilder sind wunderbar minimalistisch und ausgefallen. Ein wenig erinnern sie mich an japanische Kaligraphie oder so. Auf das letzte Bild in Blau kann ich mir keinen Reim machen, es gefällt mir irgendwie am besten und ist für mich große Kunst.
    Willkommen in Werners Friends Bay, du bist eine große Bereicherung.
    Herzliche Grüße Marco

  • #2

    Anke_AJH, Samstag, 30.05.2020, 22:10 (Samstag, 30 Mai 2020 22:12)

    Liebe Terézia,

    schön dich hier in Werners' Friends' Bay zu sehen. Mir gefallen deine Bilder, die irgendwie transzendental und gegenstandslos aber doch so verblüffend fesselnd sind. Lieben Gruß, Anke

  • #1

    DereL (Samstag, 30 Mai 2020 09:08)

    Willkommen in der Bucht. Jetzt wird mal ein richtiges Fass aufgemacht. Sprache als Problem. Wer sich darin vertiefen möchte und viele Worte nicht scheut, sei ein Essay von Dagmar Lorenz empfohlen:

    https://www.deutschlandfunk.de/ich-fuerchte-mich-so-vor-der-menschen-wort-1-3.1184.de.html?dram:article_id=217439

    Aber nicht nur die Wort-Sprache, auch die Bild-Sprache ist ein Problem. Z. B. René Magritte hat sich in seinem Werk eingehend mit der Beziehung zwischen Bild und Sprache beschäftigt, indem er aufzeigte, wie sowohl Wort, Text und Bild lügen können.
    Für mich gilt da der Satz von Frank Horvat: Ein Bild sagt nicht das, was es zeigt, sondern das, was es suggeriert.
    So sind die Probleme, sich mit Sprache und Bildern durch Ausdruck der Wirklichkeit zu nähern oder durch Benennung der Dinge (mit Worten und Bildern) diese sogar zu zerstören, letztlich keine Probleme, vor denen man sich fürchten muss, sondern die Chance der Vielfältigkeit, auf die wir uns, unserer Unvollkommenheit bewusst, immer wieder einlassen können, weil wir das Ganze doch nicht erfassen können.
    So wie auf Deine Vielfältigkeit der Bild-Sprache: mal hart, mal sanft, mal eckig, mal geschwungen, mal grafisch, mal malerisch, … . Welch ein Genuss der Vielfalt und Lebendigkeit.
    Und dann gibt es da noch die Dinge, die keiner Worte und Bilder bedürfen. Dank an Rilke für diese Einnerung in Zeiten der Geschwätzigkeit.
    DereL


rocko zerwonke (berlin)

chinesische dörfer

I wanna dance with somebody

 

(who loves me) - wie diese "Ménage à trois" ausgegangen ist, weiß der Himmel, passenderweise gehört der Park zur Anlage des Himmelstempels, Peking.

 

(Der Parktanz (Platz-, Fitnesstanz, auch Freilufttanz, Seniorentanz, chinesischer Fitnesstanz) ist in der Volksrepublik China eine seit den 1990er-Jahren populär gewordene, meistens abends ritualisierte Form der gemeinschaftlichen Bewegungsübung. Zumeist Frauen, aber auch Männer mittleren Alters und älter treffen sich dabei auf öffentlichen Plätzen, um choreographiert zu modernen und klassischen Liedern zu tanzen. Eine Vortänzerin gibt die Schritte vor. Beschallt werden die Gruppen durch mitgebrachte CD-Spieler oder tragbare Musikverstärker. [Wikipedia])

 

I kehr for you

 

In der Verbotenen Stadt in Peking wird noch auf althergebrachte Weise mit einem Reisigbesen für die Sauberkeit des Pflasters gesorgt. Angesichts der Besucherströme kein einfaches Unterfangen.

 

Die Schürzenjägerin

 

Eine Lanze in der Hand hätte noch gefehlt...

 

Mein Lieblingsbild aus Pingyao  gehörte zur Reihe "Motorisiertes China". Was hier alles fährt, würde den TÜV bei uns in den Wahnsinn treiben. Aber wie so oft hat der Wahnsinn Methode. Anders als mit Autos kommt man gut durch, findet Parkplätze und muss wie beim Fahrrad nicht mehr selber treten. In Letzterem sieht man den Wandel der Chinesischen Gesellschaft.

 


Wishing well

 

Die steinernen Figuren wie Löwen oder besondere Lampen des Tempels werden mit kleine Kärtchen beschrieben mit Fürbitten und Wünschen behängt. Mönche sammeln diese dann ein und verbrennen sie - und vielleicht wird man so erhört.

Jadebuddhatempel, Shanghai

 

Hab mein' Wagen vollgeladen, voll mit hübschen Mädchen

 

Na gut, es ist ein Wagen sondern ein Lastenrad.
Na gut, die Mädchen sind eher virtuell.
Na gut, die Models sind nicht mal asiatisch.

 

Bummel durch Shanghais Künstlerviertel

 


Die Malergasse

 

Was und warum dort gemalt wurde und ob die Radfahrerin Teil der kreativen Tätigkeit war, ließ sich von der Stadtmauer in Pingyao nicht ergründen.

 

Im Garten für den Rückzug und die Reflektion

 

Der sehenswerteste Garten der Stadt Tongli ist der "Garten des Rückzugs und der Reflektion". Der in den Ruhestand gegangene Beamte Ren Lansheng erbaute den Garten 1885-87. Das ausgeklügelte Design des Gartens entspricht dem örtlichen Landschaftsbild und nimmt eine Fläche von circa 700 km² ein.

 


Wie sieht moderne Reisefotografie aus? Ich hab keine Ahnung. So wie Joseph Beuys das Denken laut eigener Aussage seinem Knie überließ, bilden bei mir diverse Beteiligte wie Augen, Bauch, Nieren, Herz und vielleicht sogar das Hirn eine dubiose Einheit und lassen mich beizeiten auf den Auslöser drücken. Manchmal entstehen so ganz gute Bilder, technisch nie perfekt, aber im Kern akzeptabel.

 

Der Grundsatz unserer Reisen – egal ob innerhalb oder außerhalb unserer deutschen oder europäischen Welt  - besteht immer darin, den Kindern die Welt zu zeigen wie sie ist, die Zusammenhänge aufzuzeigen und den Blick zu erweitern. Es ist ein Unterschied, in Japan gewesen zu sein, an dem Strand in der Normandie gestanden und wirklich Soweto gesehen zu haben, als dies nur über Bücher oder neuzeitlich über Youtube kennenzulernen. Dabei oder danach kann man sich weiterbilden oder seine Eindrücke passend ergänzen und eigene Erkenntnisse sammeln.

 

Beim Fotografieren auf Reisen spielt immer der Augenblick eine wichtige Rolle. Echte Profis können oft tagelang an den Pyramiden oder am Matterhorn ausharren, bis Licht und Himmel stimmen oder ein einsames Kamel vorbeizieht (zugegeben, dies ist am Matterhorn eher selten), aber bei Familienreisen muss man schnell auf den Punkt kommen, weil man aus vielerlei Gründen bald weiterlaufen muss. So entstehen die Bilder eben so, wie sie entstehen und ungünstiges Mittagslicht oder wahnsinniger Personenandrang gehören halt dazu.

 

Auf Wunsch des geschätzten Herrn Reiseführers durch diese Bucht, habe ich ein paar Bilder aus China ausgewählt. Wir haben soviel vom Land gesehen, wie man eben in 14tägigen Schulferien sehen kann. Trotz der begrenzten Zeit und der quasi kurzen Streifzüge durch dieses Land und seine Geschichte(n), erschließt sich vieles nun, was uns vorher (trotz Bildungsbürgertum und erweitertem Medienzugang) nicht verständlich erschien. Nein, ich weiß nicht wie die Einwohner tatsächlich ticken. Aber ich habe eine Ahnung davon, was es bedeutet, mehrmals seiner Identität (durch Kolonialmächte wie durch sogenannte Revolutionen) beraubt zu werden. Dass zum Beispiel die Briten Kriege geführt haben, um den Drogenhandel aufrecht zu erhalten, passt gar nicht mehr in unser heutiges Weltbild.

 

Ein Wort noch zur Fotografie von Menschen. Die Fotografie von Menschen, komischerweise unter dem Begriff Streetfotografie zusammengefasst, kann nicht immer im Austausch mit den Personen oder Gegebenheiten erfolgen. Man kann einen Augenblick nicht nachstellen. Man kann aber darauf achten, die Würde der Menschen nicht zu verletzen. Die Chinesen sind da weit pragmatischer. So oft plötzlich am Arm gezogen und gerüttelt worden, um in geknipste Bilder mit völlig unbekannten Menschen zu passen, ist uns noch auf keiner Reise passiert. Vor allem der blondgelockte und hochgeschossene Sohn hat es in hunderte Fotosammlungen geschafft, Berührungsängste sind hier fehl am Platz, dies half, das leichte schlechte Gewissen bei derartigen Schnappschüssen in den Hintergrund treten zu lassen.

 

Eine letzte Bemerkung. Anders als bei viele Kollegen bilden Bild und Titel bei mir immer eine Einheit. Dies entsteht aus gleichen Teilen von Blöd- wie Hintersinn - und macht für mich einen großen Teil des Spaßes an der Präsentation der Bild aus.

 

Rocko Zerwonke - Juni 2020

 


Kommentare: 6
  • #6

    Klaus Rex (Sonntag, 07 Juni 2020 09:34)

    Moin Rocko , schön das du jetzt auch hier in der Bucht angekommen bist und deinen Beitrag zu Werners Friends bay leistest .
    Deine Bilder zeigen authentische Fotografien wie Sie der Moment bringt. Bilder von der anderen Seite der Welt sind immer ein interessantes Thema für mich die du hier gut fotografisch vermittelst.
    Gruß aus dem Teufelmoor Klaus Rex

  • #5

    Twin O'Caulin (Samstag, 06 Juni 2020 23:50)

    Hallo Rocko,
    dein Text hat mir in weiten Teilen aus der Seele gesprochen und dort, wo meine Seele nicht mitreden kann, meinen Horizont erweitert. Deine hier gezeigten Bilder gefallen mir aus vielen Gründen, besonders das erste - eine wunderbare Konstellation/Szene in dankbarer Lichtsituation. In Anbetracht der Umstände, unter denen deine China-Fotos entstanden sind (Familie zieht am Ärmel), sind die Ergebnisse beachtlich. War zuvor bereits mehrfach in der fc über deine Bilder und Kommentare bei anderen gestolpert; dein Wortwitz kommt auch in vielen Kommentaren durch.
    Viel Spaß noch in der Bay!
    Twin

  • #4

    dotroom (Samstag, 06 Juni 2020 20:51)

    Hallo Rocko,
    ich habe vor lauter Neugierde schon gestern in der fc dein Profil angeschaut. Ein Bild, das mir sofort aufgefallen ist, war das Foto "Shopping". Nun ist es auch hier zu sehen. Ich bin ja auch schon in der Welt herumgekommen und muss sagen, die Menschen werden überall gleicher gemacht. Erst war es das Fernsehen, das in den entferntesten Orten der Welt Bedürfnisse geweckt hat und nun ist es das Internet. Deine Streetfotografie aus dem Reich der Mitte ist authentisch und nah. Sie bringt mir diese Welt näher, so als wäre ich selber da. "Die Schürzenjägerin" ist in diesem Zusammenhang ganz wunderbar. Dieser Blick in die Ferne, abseits ihrer Fahrtrichtung finde ich sehr ausdrucksstark. Wie ein Blick in die Zukunft sieht es aus.
    Ich habe von Fotografie überhaupt keine Ahnung und weiß auch nicht, was zur Zeit modern ist. Solange du aus dem Bauch heraus, oder mit dem Knie entscheidest ist das Ergebnis doch wunderbar.
    Kindern die weite Welt zu zeigen ist eine gute Idee, sofern das nötige Kleingeld dafür vorhanden ist. Bei uns hat es nur für Italien, Frankreich und Spanien gereicht. Egal. Reisen erweitert den Horizont, wohin auch immer.
    Es freut mich jedenfalls sehr, dich durch deine Bilder und den abschließenden Kommentar näher kennengelernt zu haben. Kann ja sein, dass wir auch noch Freunde werden.
    Grüße aus dem fernen Berlin
    Marco
    P.S.: Eigentlich hätte ich noch viel mehr schreiben können, aber das sprengt den Rahmen.

  • #3

    DereL (Samstag, 06 Juni 2020 13:44)

    Reisebilder aus der für uns fernen Welt, die sich traditionell als Mitte versteht. Fotos weit entfernt von „Richtig fotografieren auf Reisen“ oder von der „Grundregel: Ein guter Fotograf ist ein besserer Bildbearbeiter“. Spontan, mittig. Vertrautes im Unvertrauten: Tanzen, Fegen, Transportieren, Besichtigen, Meditieren, Malen. Pittoreskes Umfeld.
    Am Foto „Die Malergasse“ blieb ich länger hängen. Spontane Gegenfrage zur Bildunterschrift: Was oder warum wurde dort fotografiert? Offensichtlich die Altstadt, zu der man Touristen führt. So pittoresk wie Heidelberg, auch für Chinesen!?
    Was macht das Foto für mich so besonders? Nicht die Komposition, die Bearbeitung, das Motiv, sondern zunächst die beiden Malenden. Sie sitzen im Schatten der Hauswand und malen, nicht im Stehen, wie wir es meist kennen, sondern aus einer Untersicht. Soweit man es erkennen kann, malt die Person im Vordergrund (eine Frau?) den Verlauf der Gasse im westlichen Malstil, allerdings von rechts nach links, also entgegen unserer gewohnten Sehrichtung. Im Vordergrund ein Eingangstor. Die zweite malende Person sitzt mittig vor einem Eingangstor. Ähnliche Motive, nur meist aus dem sonnendurchfluteten Mittelmeerraum, sind vielen von uns aus den Wohnzimmern der Elterngeneration bekannt.
    Es sind für mich also auch nicht die Motive der gemalten Bilder und auch nicht das Motiv des Fotos, sondern die beiden Malenden, der Fotograf und die Radfahrerin, die mein Interesse wecken.
    Malende und Fotografierender heben das Motiv aus dem Alltäglichen, die Radfahrerin bringt die pittoreske Altstadt ein Stück in den Alltag zurück (und schafft einen belebenden Farbklecks).
    Die Haltungen von Fotograf und Maler sind ganz unterschiedlich. Der Fotograf hat die distanzierte Aufsicht, die beiden Maler die unmittelbare leichte Untersicht. Der Fotograf bemisst die Zeit nach Tausendsteln, die Maler nach Minuten, vielleicht sogar nach Stunden. Der Fotograf nimmt das Motiv im Bruchteil einer Sekunde mit der Apparatetechnik mit, die beiden Maler eignen es sich per Hand über eine längere Zeitspanne an. Beide Ergebnisse stehen für sich, sie sind kaum miteinander vergleichbar, stellen unterschiedliche Fragen und geben unterschiedlichen Antworten zum Ort, zu Beweggründen, sind aber auf ihre Weise wahr.
    Die Frage nach den Zwecken wäre noch zu stellen: Reiseerinnerung hier, Bilder für den Verkauf an Touristen dort, Architekturstudie hier, Malstudie dort? Was erwarten die Betrachter?
    Das alles macht dieses Foto für mich besonders.
    DereL

  • #2

    anatolisches glühwürmchen (Samstag, 06 Juni 2020 13:00)

    Lieber Rocko,
    wie wunderbar, dass eine virtuelle Reise uns hier in der friend's bay zusammengeführt hat. Ich wartete schon ungeduldig auf deine Ankunft!
    Jetzt hast du deine Reisebilder aus China mitgebracht. Eine mir völlig fremde Welt in jeder Hinsicht. Wir Europäer*innen rümpfen ja oft die Nase über Amerikaner, die nichts über unsere Länder und Städte wissen. Aber was wissen wir über China? Dort gibt es Millionenstädte von denen ich noch nie gehört habe. Chinesische Geschichte, Tradition, Philosophie, Kunst, Musik und das alltägliche (Er-)Leben dort erreicht uns in der Regel nur schemen- oder klischeehaft. Vor kurzem kam in 3sat eine Reisedoku des Schweizer Korrespondenten Pascal Nufer ("Mein anderes China"). Nufer unternimmt den Versuch in die chinesische Welt einzutauchen und den dort lebenden Menschen näher zu kommen. Sehr sehenswert!
    Auch deine Bilder vermitteln einen Eindruck diese fremden Welt. Natürlich ist es der Einruck von außen, der Blick eines Touristen - doch es sind Momentaufnahmen des Erlebten über das wir staunen, nachdenken und Vergleiche ziehen können. Eure Eindrücke in China waren mit Sicherheit sehr viel weitreichender. Das Konglomerat von Gerüchen, Geräuschen, Sprache, Begegnungen, Gewohnheiten, Ritualen, Abläufen ... ist nur vor Ort zu entdecken. Deshalb lohnt das Reisen. Und gerade in der jetzigen Zeit, in der das Reisen nicht möglich ist, wird uns dieser Umstand besonders bewusst.
    Auch hier in der friend's bay und natürlich auch in der fc tauchen wir in fremde Welten ein, in SICHT-WEISEN anderer Menschen. Und wie jede Reise erweitern diese Begegnungen unseren Horizont, lassen uns staunen über die Vielfältigkeit des Lebens und Er-lebens ... und inspirieren uns!
    Heute Abend setze ich mich neben dich ans Lagerfeuer und lausche deinen Geschichten aus dem fernen Land im Osten.
    Herzlichst, Ana

  • #1

    w.marin (Samstag, 06 Juni 2020 06:05)

    lieber rocko zerwonke, willkommen in der freundesbucht und ich freue mich wirklich sehr, dass du mit deinen bildern einen hauch oder besser: einen kleinen wirbelwind der großen & weiten welt in unsere kleine und beschauliche bucht mitbringst. hr nomann wird dir sicher bald etwas zu trinken bringen und vllt. auch zu rauchen- bei ihm weiß man nie. die musike von twins combo ist wie immer nur schwer erträglich. klaus rex wird dann hoffentlich etwas rockigeres auf den plattenteller legen. und wenn du philosophischen beistand brauchst- wende dich an DereL. Ana ist auch immer für ein gespräch offen und hat bereits verkündet, dass sie ungeduldig auf ihren "lieben zerwonke" wartet. was claudia rudolf denkt, weiß ich nicht. aber angelika/sandelholz z.b. liebt potsdam und sicher auch deine bilder....
    und nicht nur die damenwelt wartet schon sehr gespannt auf deine ebenso heiteren wie erbaulichen berichte aus der anderen welt!
    deine reisefotografie lieber zerwonke hat mir viel freude gemacht und wird es sicher weiter tun!
    und ja: es ist mir eine ehre hr rocko!!!
    hg v mb n b v wm (buchtreiseführer)


fernando anzani (venezia)

full color

bandiere al vento

estate


full color 5

l´escalier



full color (b)

full color (d)


lavori in corso


Le mie foto sono frammenti della realtà che ci circonda, congelati nella loro struttura geometrica essenziale e nella loro realtà coloristica. Ritengo di avere una particolare sensibilità al colore, che nelle mie immagini cerco sempre di far diventare anche forma, mettendo molta attenzione anche alla composizione.
Qui presento alcune immagini che mi rappresentano e che spero siano di gradimento a chi le vede.
Fernando Anzani

(meine fotos sind bruchstücke der realität, die uns umgibt: eingefroren in ihrer geomatrischen struktur und in ihrer farblichen kraft. ich glaube eine ganz besondere sensibilität für farben zu haben, wobei ich immer versuche, die farbe im bild auch in der form zum ausdruck zu bringen, und gleichzeitig auch die gestalt im ganzen nicht aus dem auge zu verlieren.

ich stelle hier einige bilder vor, die vielleicht einen eindruck meiner arbeit vermitteln. ich hoffe, der betrachter sieht sie mit gewinn und freude.

Fernando Anzani)

 

 


Kommentare: 6
  • #6

    Geri Barreti (Sonntag, 05 Juli 2020 14:49)

    No parlo italiano...molto bene! Die alltäglichen Formen und Farben, die wir aber so wie sie in den Bildern gezeigt werden meist übersehen. Ein toller Beitrag. LG Geri Barreti

  • #5

    Claudia Rudolf (Sonntag, 28 Juni 2020 05:52)

    Schön dass der Fernando in deiner Bilderbucht angekommen ist. Ich mag die Bilder von Fernando sehr die kräftigen Farben, Formen und Linien. Herzliche Grüsse Claudia

  • #4

    anatolisches glühwürmchen (Sonntag, 21 Juni 2020 00:56)

    Ciao Fernando,
    leider kann ich kein Italienisch, so dass ich hoffe, mein lieber Freund Werner wird dir meine Zeilen übersetzen.
    In deinen Bildern erschafft das Licht die Farben! Es ist das mediterrane Licht, das die Farben zum Strahlen bringt und ein Hauch von Glück und Fröhlichkeit weht mich aus deinen Bildern an.
    Durch die Reduktion formst du den Farbraum auf faszinierende Weise. Du führst unseren Blick zwar zum Detail, doch öffnest du gleichzeitig den Raum, denn jedes deiner Bilder weist auch über sich hinaus. Keine Enge, sondern erfrischende Klarheit und Weite.
    Vielen Dank für diese wunderbaren Bilder!
    Ana

  • #3

    dotroom (Montag, 15 Juni 2020 00:08)

    Ciao Fernando,
    deine Bilder sind mir in der fc schon vor langer Zeit aufgefallen und haben mich sofort positiv angesprochen. Die knalligen Farben, minimalistische Formen und immer hervorragend geschnitten
    Deine Arbeiten machen mir Freude und sind eine große Inspiration.
    Es freut mich deine Bilder auch hier zu sehen.
    Viele Grüße Marco

    Ciao Fernando,
    ho notato le tue foto su FC molto tempo fa e mi sono subito appellato positivamente. I colori accesi, le forme minimaliste e il taglio sempre perfetto
    Mi piace il tuo lavoro e sono una grande fonte d'ispirazione.
    Sono felice di vedere le tue foto qui.
    Cordiali saluti Marco

  • #2

    Klaus Rex (Sonntag, 14 Juni 2020 13:37)

    Ciao Fernando, spero che il mio traduttore abbia fatto un buon lavoro.
    Sono contento che tu sia venuto nella baia. Le sue creazioni colorate mostrano joie de vivre e ART in una fusione meravigliosa. E le tue foto mi invitano a indugiare più a lungo.
    Saluti da Klaus nella Germania settentrionale

  • #1

    terezia3 (Samstag, 13 Juni 2020)

    Lieber Fernando Anzani,
    deine Bilder sind Musik für die Augen. Die Farben haben für mich einen Klang, der mich in eine gute Stimmung versetzt. Zudem bewundere ich schon seit Langem deine strenge Disziplin in der Reduktion der Darstellung. Ich habe viel von dir gelernt.
    Terézia


brigitte  bb

mare   mare

aussichten


a lone fisherman

stormy day


haus am deich

sup



strandhäuschen


un homme et une femme

gewitterstimmung

what will happen

schilfgras




auf der zielgeraden

steg


on the  beach

drei



endlos


Meer

 

ich wollte Dich beschreiben

 

doch da hatten

 

deine Wellen schon

 

meine Gedanken

 

hinter den Horizont getragen

 

ins erste Morgenlicht

 

so stehe ich hier

 

und schweige

 

umgeben vom Rauschen

 

und der Unendlichkeit

 

des Augenblicks

 

 

(Engelberg Schinkel)

 

 

 

 

 

 

 

Klänge des Fernwehs.

 

Der Wind, Möwenschrei.

 

Und mein Herzklopfen.

 

 


Kommentare: 12
  • #12

    Brigitte Brune (Montag, 06 Juli 2020 20:21)

    Lieber Gero, lieber Yuri, vielen Dank für Eure nette Begrüßung und das Lob. Ich freue mich :-).
    Liebe Grüße
    Brigitte

  • #11

    Yuri ARTWORK (Montag, 06 Juli 2020 00:59)

    Wunderschöne Bilder ... gekonnte Kunst, liebe Brigitte.
    Schön dich auch hier in der Bucht zu sehen !!

    LG Yuri

  • #10

    Geri Barreti (Sonntag, 05 Juli 2020 14:52)

    Die Größe und die Weite des Meeres...da bleibt der Mensch daneben eigentlich immer ganz klein...wunderschöne minimalistische Fotos, egal ob nun in color oder in sw. LG Ger Barreti

  • #9

    Brigitte Brune (Samstag, 27 Juni 2020 05:36)

    Ein herzliches Dankeschön geht an Werner, der die Auswahl meiner Bilder mitgetroffen und sie wunderbar platziert hat!

  • #8

    Brigitte Brune (Freitag, 26 Juni 2020 22:58)

    Liebe Terezia, lieber DereL,
    vielen Dank für Eure Begrüßung und die anerkennenden Worte zu meinen Bildern, ich freue mich sehr darüber.
    Liebe Grüße und sonnige Tage für Euch, Brigitte

  • #7

    DereL (Dienstag, 23 Juni 2020 13:13)

    Eine wunderschöne Sicht auf das Meer aus der Sicht einer Touristin, früher sagte man dort „Sommerfrischlerin“, voller Sehnsucht.
    Himmel, Horizont, Strand in den unterschiedlichen Formen, wie sie sich zeigen, wie sie im Moment mit der Kamera oder im Nachhinein in der Bearbeitung wahrgenommen werden. Verbindendes Element ist die Empfindung der Weite. Eine Empfindung, so weit, dass sie nur noch in lyrischen Versen versprachlicht werden kann.
    VG
    DereL

  • #6

    terezia3 (Montag, 22 Juni 2020 22:45)

    Liebe Brigitte, deine Weltsicht gefällt mir außerordentlich. Faszinierend auch deine Art zu reduzieren. Eine ganz wunderbare Bildsprache, die sehr poetisch ist. Dein Portfolio zeigt, dass du in verschiedensten Stilen virtuos hin und her springst. Ebenso auch zwischen abwechslungsreichen Motiven. Ich bin gespannt darauf, was noch von dir kommt. Ich wünsche dir, dass dich die Fotoarbeit weiterhin fesselt und so schöne Ergebnisse bringt.
    Liebe Grüße, Terézia

  • #5

    Brigitte Brune (Montag, 22 Juni 2020 13:04)

    Liebe Ana, liebe Anke, lieber Klaus, lieber Marco, ich freue mich, dass meine Bilder Euch gefallen und Ihr mit mir empfinden könnt, was das Meer - überhaupt Wasser - bedeutet. Am Meer oder an der See wird mir immer wieder bewusst, wie klein wir in der Unendlichkeit sind. Deshalb auch meine reduzierten Bilder. Gleichzeitig fühle ich mich immer aufgehoben und geborgen, wenn ich am Meer bin.
    Schön, dass ich hier in der friend's bay bei Euch sein kann!
    Liebe Grüße und habt eine gute Zeit...
    Brigitte
    Brigitte

  • #4

    Klaus Rex (Montag, 22 Juni 2020 06:20)

    Hallo Brigitte , schön das du auch in Werners Bilderbucht angekommen bist und hier deine Werke präsentierst .
    Dein Programm Mare TV präsentiert reduziertes und auch farbiges das du hier fotografisch servierst . Maritimes das den den Duft von Meer hat und nicht vergänglich ist schaue ich mir persönlich immer gerne an und kann dabei hier länger verweilen.
    Gruß Klaus

  • #3

    dotroom (Montag, 22 Juni 2020 03:51)

    Hallo Brigitte,
    herzlich willkommen in der Bucht am Meer. Ich wußte, dass wir uns hier treffen werden. Endloser Strand mit kleinen Menschen und noch mehr Meer ist der Ort wo wir uns treffen. Deine Bilder gefallen mir. Das war auch schon vorher klar. Ich kann dein Herzklopfen hören. Deine tollen Bilder mit Geräuschen von Möven und den sich brechenden Wellen bleiben mir in Erinnerung. Reduziert auf wenige Linien, mag ich deinen Minimalismus sehr.

    LG Marco

  • #2

    Anke_AJH Sonntag, 21. Juni 2020, 16 Uhr (Sonntag, 21 Juni 2020 16:03)

    Liebe Brigitte,
    ein fabelhafter Auftritt hier in der Friends' Bay. Deine asketischen Strandfotos erscheinen leicht und dennoch tiefgründig. Man spürt die ewige Sehnsucht des Menschen nach dem Meer. Ich habe mich natürlich auch schon in deiner Gallery umgeschaut die sich wirklich sehen lassen kann. Dir noch einen schönen, sonnigen Sonntag und weiterhin alles Gute. Liebe Grüsse, Anke

  • #1

    anatolisches glühwürmchen (Sonntag, 21 Juni 2020 01:42)

    Liebe Brigitte,
    das Meer und den weiten Horizont vor sich, spürt der Mensch wie klein er ist und wie unbedeutend alles, was ihm im alltäglichen Leben so groß und wichtig erscheint. Die Wellen schlagen den ewigen Rhythmus von Werden und Vergehen, der Himmel dehnt sich in die Unendlichkeit und der Blick sucht den Horizont, an dem das All die Erde küsst.
    Davon sprechen deine Bilder.
    Sehr fein und reduziert deine SW-Bilder, magisches Blau in deinen Farbfotos.
    Eine Hommage an das Meer und den weiten Himmel.
    Schön, deine Bilder hier in der friend's bay betrachten zu können.
    Herzliche Grüße, Ana


maringe

seltene bilder

spiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

märchen I

märchen II


auf wind warten

o.t.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

sich finden



"spiel" ... ein Regentag und eine zufällige Spiegelung, so sind meine Bilder oft... zufällig. Manchmal warten sie in der Datei auf ein Gefühl, eine Musik oder einen Wunsch... dann greife ich danach und stelle es vor. Öfter jedoch stelle ich ein Foto schnell ein... erfreue mich an Zufall und Augenblick und warte vielleicht noch auf eine bestimmte Uhrzeit... der Zahlen wegen.

 

Also wie ein Spiel :-) und dann verstecke ich mich auch, weil ich es so spannend finde.... schaue mir erst Stunden später die Kommentare an.

 

Eure Kommentare... die Gedanken, Interpretationen und Wertschätzungen lese ich sooo gerne. All die verschiedenen Arten von sprachlichem Ausdruck. So bunt wie das Foto " spiel "

 

Hier habe ich Worte von Monika Hunnius angefügt.... weil sie so wertvoll und für die Kinder, uns alle sehr wahr sind.

 

Auch diese Zeilen habe ich in einen Buch, aus einem öffentlichen Bücherschrank zufällig gefunden..... weil ich mich verbinden wollte, also spielen.

 

 " märchen l" mein Heimweg.... ein Foto von unterwegs. Ich mag diese Farben, suche und verknüpfe gern.

 

Es ist so schön wie Langeweile.

 

 " märchen ll"  ein gefärbtes altes Leinenbettuch, für ein Theaterstück zufällig ans Licht gehängt.... da liegt die Welt der Frau Holle ganz nah.

 

" auf Wind warten" ... ganz einfach und warum der Schatten blau ist, weiß ich nicht. 

 

 " mutig sein"... ich will es sein:

 

gelobt werden für ein Handyfoto, das eine handwerkliche Arbeit anderer zeigt und mit einem starken Song geschmückt wird, den ich nur einfügte?

 

Wenn das mal gut geht....denn ich bin sehr gerne hier in der fc.

 

Weil ich eure Fotos sehr schätze und die Kommunikation... 

 


Kommentare: 11
  • #11

    Yuri ARTWORK (Montag, 06 Juli 2020 01:02)

    Die Bucht ohne Maringe wäre unvollständig. Die Bilder alle einzigartig, gefühlvoll und
    feinfühlig gestaltet und präsentiert. Bin ein Bewunderer deiner Werke und freue mich auf mehr. .......
    Und jetzt lasst uns tanzen und von Musik und der Meeresbrise treiben !!!

    LG Yuri

  • #10

    hr nomann (Dienstag, 30 Juni 2020 13:26)

    mensch mann. war ja jetzt eine zeitlang weg. der marin hatte mich einfach genervt. komme wieder und staune: wo plötzklich die viehlen und tollen kollegINNen herkommen!!! eine ganze zeit fast tote hose mit frauen (nein- natürlich nicht so ganz: tschuldigung ana und claudia und angelika und...) und plötzlich dann reine frauenbucht und dann auch die frau brigitte und maringe die große märchenerzählerin und spielerin. also muss schon sagen: sark, gefällt mir sehr. und bringt auch was zu rauchen mit und wein! das ist anständig frau maringe!!! dann wirds wohl auch schöne tänze geben. nicht nur tolle bilder. gefällt mir. apropos. die bilderchen. sich finden die pusteblume und spiel das sind echt krasse bilder! superschön. würden auch der zinni gefallen. verspielt bunt so frisch. kann auch nicht jeder. oder wenn: macht nicht jeder. mir gefällt so was. fein .
    super schöne grüße frau maringe! dann bitte zum tanz! wenn ich bitten darf! sagt hr nomann

  • #9

    dotroom (Montag, 29 Juni 2020 11:15)

    Hallo Karin,
    schön dich auch hier zu treffen. Wasser, Wein und Musik hast du auch mitgebracht. Dann kann die Party los gehen. Ganz spontan ist hier das Märchen II mein Favorit. Es sind die Farben und die zwei wundersamen Zeichen, die mich sofort ansprechen. Ich mag dein Spiel mit den Farben, den Dingen, den Zufällen und der Natur. Jedes Bild ist für sich eine Überraschung und fordert den Betrachter heraus sich Gedanken zu machen.
    Langweilig wird mir bei deinen Bildern nicht.
    Grüße von Marco

  • #8

    Claudia Rudolf (Sonntag, 28 Juni 2020 05:59)

    Die Bilder der Maringe sind immer eine Ueberraschung und voller Kreativität.
    Zum Teil auch sehr rätselhaft und verträumt für mich.
    In dieser Art Bilder festzuhalten ist wirklich eine Kunst.
    Denke die Bucht von Herr W. Marin ist genau der richtige Ort für die Maringe.
    Herzliche Grüsse Claudia

  • #7

    Brigitte Brune (Samstag, 27 Juni 2020 17:24)

    Ein Nachsatz: Langeweile kann auch schön sein :-), da gebe ich Dir Recht, Karin.

  • #6

    Brigitte Brune (Samstag, 27 Juni 2020 17:20)

    Liebe Karin,
    herzlich willkommen in Werners friend's bay, wie schön, dass Du hier bist. Deine Bilder mag ich sehr, ich finde sie kunstvoll und auch kraftvoll, außergewöhnlich und - zum Spiel einladend, das gefällt mir. Spielen ist so wichtig, nicht nur gegen Langeweile, denn das Kind in uns will gehört werden...
    Liebe Grüße und eine schöne Sommerzeit für Dich, Brigitte

  • #5

    Maringe (Samstag, 27 Juni 2020 15:58)

    let's see and go ....

    https://youtu.be/iSwoM7WIy5M

  • #4

    Maringe (Samstag, 27 Juni 2020 15:32)

    Hallo Ihr Lieben,
    immer wieder Wochenende... wieder ein Besucher mehr in der friends bay.... ich :-)
    Lieber Werner, vielen Dank für die Mühe mit mir und den Platz an deinem Ort der Inspirationen und Emotionen.
    Ich liebe laute Musik unter freiem Himmel, habe Wasser und Wein dabei.... "auf heute"..... herzlichen Dank an euch alle,
    Karin

  • #3

    KLaus Rex (Samstag, 27 Juni 2020 12:00)

    Hallo , du hast hier Bilder eingestellt die mit einem Schuss ART gewürzt hier in Werners Bucht eine sehr gute Figur machen . Farben und Anschnitte die kunstvoll inszeniert sind und dem alltäglichen Mainstream fern bleiben. Das gefällt mir persönlich sehr gut.
    Gruß Klaus

  • #2

    thed huber..27.6.20 (Samstag, 27 Juni 2020)

    .....schöne bilder hast in dieser nische eingestellt......irgendwie kommen sie mir bekannt vor,-)))

  • #1

    anatolisches glühwürmchen (Samstag, 27 Juni 2020 00:30)

    Liebe Maringe,
    was für überraschende Fotos! Da tanzt die Phantasie, da leuchtet der Augenblicks-Blick und ja, es blitzt die Lust am Zaubern auf!
    So schön, dass Dich Werner hierher in die friend's bay eingeladen hat. Spielen - ja, das ist die schönste Beschäftigung der Welt!
    Dein Foto "sich finden" lässt mein Herz hüpfen vor Freude!
    Herzliche Grüße, Ana