miesbach, 25.april 2026
in der bretagne diesmal fotografisch v.a. die gezeiten bilder. eine kleine serie in der serie. auch ganz nett.
ansonsten touristische bilder: kirchen, kalvarien, himmel, meer, strand.
wenn ich länger in der bretagne wäre, würde ich nur noch meerbilder, himmelsbilder oder strandbilder machen.
ein erster schritt dahin ja schon die gezeiten-bilder. die ungeheure faszination der gezeiten, wellen, gischt, sand, steine. schade, dass man den geruch und das geräusch nicht mitfotografieren kann, z.b. wenn sich die welle bricht: dieser feine und doch unheimlich intensive meerduft- dazu der ohrenbetäubende lärm!!!... aber das wäre dann vermutlich der synästhetische overkill.
miesbach, 15. märz 2026
ob konsum dem kreativen prozess schadet?
100%ig!
welcher?
-z.b. 2 kisten wein? 1 paket kaffee?
-ein neues objektiv?
-ein neues auto?
inwiefern?
-energie, die abfließt, finanzielle nöte, lustprinzip, sublimation, zeit...
weiter am thema. vor einigen tagen versuche am friedhof. was gefährlich ist: banalisierung des todes, vergänglichkeit, flüchtige zeit: das alles sehr/zu offensichtlich ...
andererseits: die vielen lebenszeiten in einem bild, diese ganz andere relation/dimension der zeit. dazu: der reservierte platz der noch nicht gestorbenen- welche zeit hier???: restzeit? überfällige zeit, wartezeit???
ein anderes thema: proust, die wiedergefundene zeit. es gibt sie nur in der erinnerung. also imperfekt. bedenken gegen romane im präsens.
miesbach, 6.februar 2026
neues projekt: zeit.
gestern zufällig ein blick ins regal neben dem schreibtisch. die terminkalender. lebensmuseum. tempus fugit: die ganzen jahre!!!
je länger ich das bild vor augen hatte, desto klarer die idee: es wäre eine möglichkeit, zeit zu fotografieren. vielleicht eine einfache, zu einfache. als einstieg aber ok.
die herausforderung wäre, zeit zu fotografieren, ohne sie direkt darzustellen, etwa fotos von uhren, kalendern, vorher-nachher etc.
ein weiteres bild, das sich eigentlich nur im kontext erschließt, eine der langzeitbelichtungen an der mangfall. heute zufällig(!!!) noch ein drittes: die heutige zeitung neben dem stapel alter zeitungen, daneben die kiste mit den medikamenten.
als format bietet sich wieder, wie bei "bildstörung", quadrat an. dann so eine art polaroid-rahmen. das untere weiße feld evtl. für beschriftung.
miesbach, 23.januar 2026
bekam gestern die neue kleine sony. die alte rx 100 hatte nach 10 jahren ihre dienste quittiert. entschied mich dann, die rx 100 m3 zu kaufen, die auch schon 10 jahre alt ist, aber sehr gut und gebraucht immer noch teuer gehandelt wird.
dachte eine zeit lang, ich würde ohne die kleine kamera auskommen mit den handy fotos, aber manchmal sind die handy fotos einfach grottenschlecht- und mit den verrenkungen, die man damit fast immer eingeht, macht das fotografieren auch wenig spaß. ich kam mir ohne die kleine reisebegleiterin unterwegs oder im urlaub einfach defizient vor.
also noch einmal ein wichtiger markierungspunkt in meiner fotogeschichte.
heute ein paar testbilder und dabei eine entdeckung, als ich am ende noch ein zwei bilder von der schlierach machte.
dann noch einmal mit der großen kamera ein paar bilder.
erste versuche- aber obwohl verfremdet, sind sie mir noch zu "realistisch". aber immerhin: es könnte eine möglichkeit sein.
arbeitstitel: les paradis artificiels. arctic.
allerdings bin ich nicht sicher, ob die bilder jetzt über die arctic-bilder, die ich vor 20 jahren mit den siloballen gemacht habe, hinausgehen. mal sehen.
man könnte die geschichte natürlich auch ein wenig politisch aufblasen und die bilder angesichts der neuesten pläne aus dem weißen wahn haus in washington: save groenland nennen.
miesbach, 10.januar 2026
schnee. viel weiß. weißer winter seit den tagen vor weihnachten. die merian serie kurz bevor der schnee kam. ein guter abschluss für das jahr.
jetzt also: das weiße land. das weite land? vielleicht. jedenfalls viel unbelastetes. viel offenes. wohin die reise geht in der foto- und kreativabteilung? ist völlig offen.
weitgehender rückzug aus der fotocommunity. ich sehe mir weiter gern neue bilder an. aber ich ertrage diese mischung aus senf und schleim, diesen ganzen community-mist, immer weniger. dass jeder sich bemüßgt fühlt, zu anderen bildern etwas zu sagen. natürlich nicht wg. der bilder an sich, sondern um das interesse auf die eigene produktion zu lenken. das fände ich gar nicht so schlimm. viel schlimmer diese einfältigen kommentare genauso wie die dümmsten oder scheinbar geistreichen/witzigen/kreativen.
in der kreativwerkstatt wenig bis keine außentermine. experimentier-labor, spielwiese. oft ergeben sich dabei ja auch neue wege oder möglichkeiten.
vorsatz wieder mehr in ausstellungen und museen zu gehen.
